Samstag, 13. Oktober 2012

Tokyo Metro/U-Bahn

Gestern ging meine Reise in Tokyo zu Ende.  Das kurze Erbeben, was durch die Nachrichten ging weil während der Podiumsdiskussion anlässlich der IMF Conference in Tokyo zwischen Schäuble und Lagarde nicht nur die Ansichten sondern auch die Erde wackelten, nahm ich mal wieder NICHT wahr.  Ich war zu dem Zeitpunkt in Ginza auf der Straße spazieren bevor es dann mit der Metro zum Flughafen gehen sollte.

Wir hatten vorher genaue Anweisung bekommen von wo welcher Zug der U-Bahn nach Narita zum Flughafen fahren sollte und wo und wir den bekommen.  Ganz ohne Anweisung hätte es nicht geklappt.  Zu gut 80% ist zwar alles auch Englisch beschriftet und auch der Automat ist lesbar, doch mit den verbleibenden 20% lässt es sich immer noch grandios scheitern.  Uns wurde gesagt, dass der Express-Zug zum Flughafen Narita um 18:03h abfährt.  Gut, dass wir NICHT den Zug um 17:xx schon nahmen, auf dem 'Narita' stand.  Zum dem Zeitpunkt konnten wir nur vermuten, dass es einen Unterschied geben kann.  Es war nicht ersichtlich und richtig um 18:03h hieß das Ziel des Zuges Airport Narita.  
Preussische Pünktlichkeit, auf die Minute!!! 

Ok, dass war geschafft, wir saßen in der richtigen Metro und nun ging es lange 105 Minuten in der U-Bahn zum Flughafen. Wir hatten noch einen Sitzplatz und Platz für die Koffer gefunden, doch schnell füllte sich der Zug mit Angestellten die vom Büro nach Hause wollten, mit Schulkindern, die einen langen Schultag hinter sich haben mussten und weiteren Passagieren. Es war eng. Es ruckelte. Die Klimaanlage funktionierte Gott sei dank gut, doch ich fror. Menschen stiegen ein, aus...es war ruhig. Man las! Geschätzte zwei Drittel der Passagiere hatten etwas zu lesen in der Hand, meistens Taschenbücher, denn für Zeitungen wäre es zu eng gewesen. Oder man lass auch auf den Smart-Phones und iPads oder man hörte damit Musik. Es war ruhig! Der Rest der Menschen Schlief, im Stehen oder Sitzen. Eine Pendelzeit zur Arbeit morgens und abends von 1 bis sogar 2 Stunden sind nicht ungewöhnlich. Damit das geht und erträglich ist, nehmen die Japaner sehr viel Rücksicht aufeinander. Ist man erkältet oder hat nur einen Anflug von Schnupfen, zieht man sich einen Mundschutz über, um die Mitmenschen zu schützen. Lautes schniefen ...geht gar nicht, lautes telefonieren - selbstredend, geht auch nicht.
Auf der vorletzten Station leerte sich der Zug und in unserm Waggon waren wir plötzlich alleine.  Wir sahen durch den Zug, von Anfang bis Ende.  Wir ('ordentlichen' Deutschen) schauten uns an und waren sprachlos.  Der Zug wurde nach einem langen Tag im Einsatz blitzblank hinterlassen:  kein Dreck, nicht eine zurückgelassene Zeitung, kein Prospekt oder Fitzelchen Papier, keine Essensreste, keine Getränkedose oder durch den Zug kullernde Flasche.  Der Zug sah aus, als käme er morgens aus dem Depot, gepflegt, sauber, ohne Graffitis oder Scratches auf den Scheiben.  Rücksicht ist das Zauberwort.  Es ist also möglich und kein bloßer Traum aus längst vergangenen Tagen. Selbstverwirklichung und Individualismus ist auch möglich wie ich an den schrillen Outfits oft in Japan gesehen habe, doch nicht zu Lasten Anderer.  Wie bekomme ich, bekommen wir die Botschaft an unsere Mitbürger in Deutschland?   Helft mir!

Dubai, Wetter vormittags sonnig 35°C, nachmittags bedeckt -4°C


Das aktuelle Wetter ist auf der ganzen Welt ein Thema.  Bei uns ist es sehr veränderlich und auch nie richtig.  Regnet es mal mehr als 2 Tage heißt es, dass es immer nur regnet und man die Sonne schon gar nicht mehr kennt.  Ist die Sonne da und das Thermometer steigt mal über drei Tage über 30°, stöhnt jeder über die Hitze und ist es nur mal grau und so la la mag man es auch nicht.   

Anfang der Woche war ich mal wieder auf Stop-over in Dubai und mir wurde bewußt, was kontinuierlich blauer Himmel und Sonne mit den Menschen macht. Es ist so heiß, dass man sich nur in klimatisierten Bereichen aufhält.  Das Auto, die Hotels,die Häuser, die Metro, ja selbst die Bushaltestellen sind klimatisiert und man weicht der Sonne und Hitze aus, wenn man nicht gerade aus Mitteleuropa oder England kommt, um sich am Pool krebsrot verbrennen zu lassen. 

Wie ich in meinem engeren Umfeld erleben musste leiden die ständigen Bewohner dieser heißen Regionen häufig an einer Sommerdepression.  Man bewegt sich nur noch in dunklen, Räumen und im Schatten und erfreut sich an dem, was man normal nicht hat:
Nach diversen Meetings in künstlich beleuchten Räumen ohne Kontakt zur Aussenwelt gingen wir am Dienstag zum Essen. Wir verließen das Gebäude und standen im gleißenden Sonnenlicht bei 35°C und huschten nur schnell ins völlig überhitze Auto um dort schnell das Innere auf 18°C runter zu kühlen. Wir fuhren zur Dubai Mall, einer der ersten großen Shopping-Malls in Dubai. Das Auto wurde im Parkhaus geparkt und es ging durch die kühle, künstlich beleuchte Mall zum Restaurant, kühl und schummrig beleuchtet und mit außergewöhnlichem Ausblick durch die großen Panoramafenster am Ende des Raums:


Wir schauten auf die Skipiste von Dubai.  Die Menschen flohen vor der Hitze und waren in einer künstlichen Winterwelt bei -4°C, künstlichem Licht, Schnee, Tannen und Bergpanorama.  Ob mit Burka, weißen Gewändern oder in Jeans, die meisten trugen knielange uniforme Daunenmäntel oder versuchten sich auf der Piste mit Skiern oder Schlitten, selbst mit langen Gewändern.  Kinder spielten im Schnee und erfreuten sich an der kühlen Abwechslung. 

Ähnlich habe ich es kürzlich in Deutschland erlebt mit einem Kollegen und Freund aus Indien.  Als ich ihn traf, es regnet gerade mal wieder bei 18°C draußen und es war ein grauen Spätsommertag, sagte er hocherfreut, 'was für ein tolles Wetter,  endlich kann ich mal wieder richtig die kühle feuchte Luft durchatmen'.  Also alles nur Ansichtsache!

Was uns also überall anzieht, ist dass was wir normal gerade nicht haben können.   So gesehen freue ich mich dann doch über unsere Jahreszeiten, wir haben den Wechsel und die Vielfalt, was mir in Dubai wieder klar wurde, ständige Sonne und Hitze sind mal schön zur Abwechslung, doch dann reicht's auch. 

Sonntag, 16. September 2012

Islam feminisieren

Ich kenne mich nicht sonderlich mit dem Islam aus, das vorab!  Was ich aktuell negativ wahrnehme sind die Auswüchse  und der Hass und den Extremismus und der geht von männlichen Islamisten aus.  Gerade zurück aus Malaysia lese ich den Spiegel-Artikel
malaysia-lehrer-sollen-schwule-schueler-an-kleidung-erkennen und da erinnere ich mich an die vielen positiven Eindrücke mit malaysischen Musliminnen:  Sie sind berufstätig, gut ausgebildet, hübsch und attraktiv gekleidet und tragen schöne, eng gebundene modische Kopftücher um die geschminkten Gesichter.  Sie lächeln und arbeiten zuverlässig und hilfsbereit in Büros, im Service und auch im Management und behaupten sich in der islamischen Männerwelt. Malaysia ist ein überwiegend islamisches Land, doch die globale Geschäfts- und Finanzwelt bestimmt den Kalender:  Es wird Montag bis Freitag gearbeitet, doch freitags haben Moslems eine verlängerte Mittagspause, um in die Moschee zu gehen und ihrem Glauben nachzugehen.  Es geht also doch Vieles recht weltlich und verstößt nicht gegen die Religion.  Das waren die Eindrücke aus Malaysia. Dazu kommen meine Eindrücke aus der arabischen Welt, die ich zuvor schon mal schilderte.  Die Frauen haben keine Rechte, laufen verschleiert hinter ihren Männern her und haben sonst nix zu sagen.  In Saudi Arabien leben sie in einer Parallelwelt; Sie studieren an eigenen Unis und in eigenen Büros, gehen in eigene Bereiche in Restaurants und haben sich auch sonst zu verstecken.

Vielleicht wäre ein femininer Islam erstrebenswert, durch Frauen wie ich sie in Malaysia wahrnehmen konnte, damit die Frauen gleichberechtigter und die Welt friedlicher sein könnte.  Wahrscheinlich mal wieder nur eine rhetorische Frage, aber friedlicher könnte es schon sein.

Donnerstag, 13. September 2012

Lange Reise


Als es am Sonntagmorgen bei schönstem Wetter zum Flughafen ging, war ich traurig. Wieder ein verpasster Tag, den ich im Flieger verbringe, statt zuhause die letzten Spätsommertage zu genießen.  Seit meinem Abflug in Düsseldorf und meiner Ankunft in Indien sind nun vier ereignisreiche und volle Tage vergangen.  Wir hetzen von einem Termin zum Nächsten und von Mumbai über Delhi nach Chennai, doch es bleibt keine Zeit mal für Privates.  Ich hatte vor Jahren den Job wegen vieler Auslandsreisen gewechselt.  Damals wurde es eine Last für mich und ich sah nur noch die "verpassten Spätsommertage". 

Erst mal ist es jetzt kein Unterschied zu damals, doch meine Einstellung und Sichtweise hat sich verändert.  Von jeder Reise möchte ich etwas für mich mitnehmen.  Soweit mein Vorsatz.  Nun bin ich vor der Abreise von Indien Richtung Kuala Lumpur, sitze mal wieder in einer Lounge und muss rückblickend sagen, es hat sich gelohnt.  

Ich habe viel Zeit mit meinen indischen Kollegen verbracht und freu mich daran, wie sie streben in ihrem Leben und es besser haben wollen als ihre Vorfahren.  Hier ist Niemand wirklich des Lebens satt und die jungen Leute sind neugierig, wissbegierig und es macht einfach Spaß diese Begierde auch etwas bedienen zu können, indem ich mein Wissen teile.   
Ein ausgelassenes Abendessen in großer fröhlicher Runde, nicht anders als bei uns und doch, es fehlt diese Sättigung, die ich bei uns so oft sehe.  Wer lässt sich noch durch eine solche Runde bei uns beeindrucken, wer sieht noch die kleinen Nettigkeiten und hört noch die zwischenmenschlichen Töne ?

Heute morgen freute ich mich an meiner Yogastunde in Chennai.  Freiwilig verließ ich um 4:30h mein Bett, um die Yogastunde um 6:00h nicht zu verpassen.  Ich fuhr durch das morgentlich erwachende Chennai.  Menschen lagen noch am Straßenrand und schliefen, andere öffneten ihre Läden und fegten den Eingang.  In der Yogahalle waren dann erfreuchlich viele Teilnehmer und dabei eine gute Mischung aus jung und alt und fit und gebrechlich, Mann und Frau.  Jeder machte seine Übungen so gut es ging und es ergab sich eine Gemeinschaft für mich in der Fremde.  Ein schönes Erlebnis. Wieder mal etwas, was ich nicht missen wollte. 

Freitag, 7. September 2012

Kurztrip durch Asien: 4 Tage Indien, 1 Tag Kuala Lumpur und zurück

Es geht wieder los:  Zum ersten mal mit Ethiad über Abu Dhabi nach Mumbai, Neu Delhi, Chennai und dann nach Kuala Lumpur und zurück über Abu Dhabi, in fünf Tagen.  Ob ich zwischendurch Zeit für mich haben werde,  weiß ich nicht aber ich werde dran arbeiten.
Ins Auge gefasst habe ich bislang nur das Yoga Centre in Chennai, aber ob ich die Energie aufbringe um 6:00 Uhr morgens in der Woche durch die Stadt zu hetzten, um eineinhalb Stunden Yoga zu machen und anschließend zu arbeiten?  Schau'n wir mal, hängt vielleicht auch vom Leidensdruck ab ?!

Montag, 13. August 2012

Buenos Aires

so viele Eindrücke - so wenig Zeit!  Deshalb ist mein Blog auch etwas vernachlässigt worden und ich versuche mal eine Zusammenfassung zu geben:

Buenos Aires war immer mein Traumreiseziel und ich bin nicht entäuscht worden!


Landeanflug auf den Stadtflughafen (Rückkehr aus Montevideo)
Es gibt das Neue BA, das Nuevo Madero, eine Mischung aus Hamburger Speicherstadt und neuem Hafengebiet.  Tolle renovierte Speicher, hohe Wohntürme und Bürohochhäuser.  Bestimmt nett, um darin zu leben und zu arbeiten, doch hat es nichts mit dem wahren BA zu tun. 



Am Samstag hatte es dann leider ziemlich geregnet, als ich zu meinem ersten Rundgang aufbrechen wollte.  Den heftigsten Schauer warte ich ab, dann dachte ich, dass ich mit einem Schirm gegen das Wasser von oben genügend geschützt bin und so trat ich auf die Straße, raus aus der Geborgenheit meines netten Boutique Hotels.  Esplendor Palermo Soho . Palermo Soho ist das Stadtviertel, hat aber nichts mit Little Italy oder ähnlichem zu tun.  Ich kam bis zur nächsten Straßenecke, um festzustellen, dass in BA das Wasser nicht nur von oben sondern auch von unten eine Herausforderung darstellt.  Durch den Starkregen gab es reißende Bäche in den Straßenrinnen, die leicht eine Breite von 1-2 Meter einnahmen.  So ging es dann im Weit- und 3-Sprung durch die Stadt.  Ich hatte eine Einkaufszone angepeilt, doch vorab, ich habe die Gegend um mich herum erst 24 Stunden später wirklich entdeckt, denn erst mal bin ich an dem schönen Viertel vorbei gelaufen.  Was ich dann entdeckte war eine Outlet-Straße mit vielen Geschäften und regen Treiben.  Die Straßen sind alle sehr breit und die Bebauung ist interessant, denn man sieht viel alte Pracht, doch es scheint Geld zu fehlen und eine strukturierte Stadtplanung, das alles in Ordnung zu halten und mit System wachsen zu lasssen.  Das genau zeichnete die südbrasilianische Stadt Curitiba aus, die schon für ihre Stadtplanung ausgezeichnet wurde und von ähnlicher Grundsubstanz ausging.  Hier also sind es also teilweise prachtvoll oder nur notdürftig bis hin zu verfallenen Häusern, die im Wechsel stehen mit Wohnhochhäusern aus den 60-er- 90-er Jahren.  Doch auch die Altbauten aus den 30-er waren schon 10 Etagen und mehr hoch und hatten dazu auffallend große Etagenhöhen.  Beauty and Beast ständig im Wechsel.  Es gab soviel zu sehen, doch musste ich mich auf die vielen Pfützen und Bäche auf dem Gehweg konzentrieren.  Der Charm kam deshalb erst mal gebremst rüber. 


Drei Generationen nebeneinander


Am Abend ging es dann per Taxi (spottbillig)  zum Teatro Colone, dem berühmten Opernhaus von BA.  Es stand Balett auf dem Programm und ich versuchte Karten zu bekommen.  Für ca 8 Euro erhielt ich das beste was noch frei war:  Stehplatz im 5. Rang.  Oh Gott dachte ich, dass kann was werden, doch ich wollte nun unbedingt dieses Haus von innen sehen.  Es war dann der 5. Rang von 6 1/2 möglichen Rängen.  Der Blick auf die Bühne war perfekt, die Akustik ebenso.  Ich war hinter den Sitzreihen eingequtscht in eienm ca 50 cm breiten Gang, so dass ich mich anlehnen und vorne aufstützen konnte ...und den dicken Damen vor mir in den Ausschnitt schauen konnte / musste :-)
Drei Stunden vergingen wie im Flug:
Fin de semana a puro ballet en el Teatro Colón con La Bella Durmiente del Bosque.
Teatro Colone / Dornröschen



Um 23:45 strömten nach dem letzten Vorhang die Massen zum Ausgang, doch dann stoppte Alles, denn es schüttetet wie aus Eimern - Gewittersturm!

Alle warteten, die Stadt schien zu ertrinken, doch irgendwann fasste ich mir ein Herz und rannte zur Haupstr. und erwischte schnell doch eine Taxe.  Das gute ist hier, dass es Taxen in Hülle und Fülle gibt, sonst wäre der Abend für mich sehr nass zu Ende gegangen. Nach 20 Minuten war ich dann im Hotel und nahm mir vor, den gesamten Weg der Taxe bei hoffentlich besserem Wetter am Sonntag abzulaufen.

Gesagt - einmal geschlafen und dann getan: Das Gewitter war endlich am Morgen fort und leicht blauer Himmel kam durch.  Ich ließ mich durch die Stadt treiben und je mehr ich lief, wurde das Wetter besser und ähnlich einem goldenen Oktobertag.  Nur die Menschen um mich herum schienen das Wetter als tiefstes Winterwetter wahrzunehmen.  Mütze Schal und Daunenjacken waren überall zu sehen, dass bei 16°C im Schatten.  Ich bin bis zum Teatro, zum Obelisk zum Parlament, der Catedrale gelaufen und konnte mich nicht sattsehen.  Die Av 9 de Julio, die wohl breiteste Straße der Welt - 20 Spuren - 3 Grünstreifen in breite einer Allee - toll!!!



Und dann gibt es da noch die vielen Hunde.  Sicherlich habt Ihr schon die Bilder der Hundeausführer geshene, die 5-10 Hunden gleichzeitig ausführen.  Das ist also tatsächlich so, denn geschätzt scheint jeder Bewohner der Stadt auf den Hund gekommen zu sein.
Professionelle Hundeausführer - das ist die kleine Anfängervariante


Völlig kaputt näherte ich mich nach dem bestimmt 15 km Rundgang dem Stadteil Palermo, nur bin ich diesmal eine Straße später abgebogen - weg von bekannten Pfaden und siehe da:  das tollste Szenenviertel was ich seit langem gesehen habe lag in der warmen nachmittags Sonne.


Die Straßen waren voller Menschen, Geschäfte aller Marken und nicht-Marken sind hier im Wechsel mit Cafés Restaurants Bars..eine phantastische Atmosphäre bot sich dar und wurde dann noch von einem netten Kunsthandwerkermarkt gekrönt. So kam ich dann voll auf meine Kosten und weiß nur Eines:  Ich möchte ich nicht das letzte mal gewesen sein.



Montevideo / Uruguay in 36 Stunden

..und noch ein Blitzbesuch!  Allerdings ist es ein verhälnissmässig übersichtliches Land.  Es ist nur ein kleiner halbstündiger Hüpfer mit dem Flieger von Buenos Aires über den Rio de la Plata (der breiteste Fluß der Welt ist an dieser Stelle eigentlich eher eine Meeresbucht, doch definiert als Fluß zwischen Argenitinien und Uruguay ist es nur Hoheitsgebiet der Beiden Cleverle :-)) nach Monteviedeo, einer Stadt mit 1,5 Mio Einwohnern in einem Land mit insg. gerade mal 3,5 Mio. Bewohnern.  Die Ankunft ist schon ein Kontrast, denn es einer der TOP 10 besten Flughäfen der Welt, dennoch ist nix los.  Ich kam an und es war der einzige Flieger, die Abfertigung ging superschnell und da war ich schon draußen aus dem Designerstück:


Aeropuerto Internacional de Carrasco http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Montevideo
Es ging im Auto zügig über die Uferstraße ins Hotel, auch eher ein schickes Cottage am Strand.  Die Nachbarschaft bestand aus großen Häusern im Stil 'small but tasteful'  soll heißen, alles eher zwei Nummern größer als von zu Hause gewohnt.  Es ist wohl eine der reichen Vororte von Montevideo.  Die Nachbarschaft wie in einer US-Amerikanischen Kleinstadt.  Kleine Hauptstraße, Tennisclub, Kirche, Schulzentrum.  Es macht einen sehr gediegenen und reichen Eindruck, so dass erstmal der Ruf, Uruguay ist die Schweiz Südamerikas, bestätigt wurde. 

Man kennt sich hier und so saß am Nachbartisch des kleinen italienischen Nachbarschaftsrestaurants der Erzbischof von Uruguay.  So schlecht kann es auch hier nicht um die Sicherheit bestellt sein, denn es standen auch teure Autos parkend in den Straßen und ich sah keine übertriebenen Sicherheitseinrichtungen.  Dennoch wurde mir immer wieder erzählt, dass sich die Zeiten schon ändern.

Am nächsten Tag ging es dann in die Außenbezirke und da waren dann die Änderungen:  Favelas auf den Müllhalden von Montevideo.  Die Menschen leben hier auf der Halde und sortieren den Großstadt - oder auch Wohlstandsmüll.  Die große Rezession um die Jahrtausendwende mit dem Zusammenbruch der argentinischen Wirtschaft nebenan, führte auch hier zu katastrophalen Zuständen und menschlichen Abstürzen.  So gut die Infrastruktur auch überall in Ordnung war, bemerkte ich, dass nun die Zeit der Wartungs- und Pflegeintervalle schon bis zum Limit ausgeschöpft sind.  Der Schmutz und Müll war nicht mehr zu ignorieren und 'wehret den Anfängen'  denn sonst gerät es außer Kontrolle.  Im Vergleich zu den Nachbarn ist das aber noch Klagen auf hohem Niveau. 

Als wir durch die Straßen fuhren sah ich dann plötzlich Werbeplakate für Gay-Rights, was mich ja dann doch verblüffte.  Dies ist das liberalste Land Südamerikas mit weitreichenderen Rechten als wir sie in Deutschland haben.Zeitungsartikel in Uruguay


Monumento La Carreta realizado por José Belloni . Se encuentra en el Parque Batlle en Montevideo, Uruguay
Denkmal des Gauchos
http://www.bodegabouza.com/uruguay-wine/family-winery.php